Zwillinge

Vorwort

Wir möchten euch nicht nur mit unserer Zwillingskleidung und unseren Motiven versorgen, sondern auch mit allem anderen was es über Zwillinge beziehungsweise Mehrlinge zu wissen gibt. Genau dafür dient die folgende Seite, auf der wir probieren alle interessanten Fakten und Informationen über Zwillinge zu sammeln. Wenn eine eurer Fragen offen bleibt oder ihr selber etwas beitragen möchtet, zögert nicht uns über unser Kontaktformular zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen.

Wie hoch ist die Chance auf Zwillinge?

Ja wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich, dass man nach einer Schwangerschaft plötzlich Mutter oder Vater von Mehrlingen ist? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Es ist abhängig davon, welcher Betrachtungszeitraum gewählt wird. Wir haben uns dafür entschieden nach Kalenderjahren zu gliedern, um die Ergebnisse des statistischen Bundesamts als Grundlage für die Beantwortung der Frage nehmen zu können. Im Jahr 2015 sind insgesamt 737.575 Kinder in Deutschland lebendig zur Welt gekommen, wovon 27.554 Mehrlings-Kinder waren. (Um genau zu sein 26.736 Zwillinge =  13368 Geburten, 774 Drillinge = 258 Geburten, 44 Vierlinge = 11 Geburten) Es gab insgesamt 13.637 Mehrlings-Geburten und entsprechend  710.021 Einzel-Geburten (737.575 –  27.554). Macht insgesamt 723.658 Geburten im Jahr 2015 innerhalb Deutschlands. Die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsgeburt liegt also bei ungefähr bei 1,9%. (13.637 geteilt durch 723.658) Bei Frauen die jetzt Schwanger werden, ist davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit für Mehrlinge schon etwas höher ist, da die Anzahl der Mehrlingsgeburten stetig steigt.

Wie sehr steigt die Anzahl von Mehrlingsgeburten?

Die Anzahl in Mehrlingsgeburten lag im Jahr 2011 noch bei 11.490 und ist seitdem stetig angestiegen. Wie bereits erwähnt gab es im Jahr 2015 insgesamt 13.637 Mehrlingsgeburten, was einem Anstieg von 18,6% in 4 Jahren entspricht. Es wird davon ausgegangen, dass der Anstieg in den nächsten Jahren konstant bleibt. Weitere Zahlen zeigt die folgende Grafik:

 

 

Warum steigt die Anzahl der Zwillinge?

Hierzu gibt es keine eindeutig wissenschaftlich bewiesene Antwort. Vielmehr lässt sich der Anstieg der Zwillingsgeburten auf ein Zusammenspiel von verschiedenenn Entwicklungen zurückführen. Ein Grund für den Anstieg liegt in der zunehmenden Anzahl von künstlichen Befruchtungen. Hier werden Hormongaben verwendet, die den Eisprung der Frau stimulieren. Dadurch steigt wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Reifung mehrerer Eizellen kommt. Endresultat ist, dass im Schnitt 23%  der behandelten Frauen Mehrlinge bekommen.

Eine weitere Erklärung liegt in der sozialen Entwicklung, dass Frauen in immer höheren Alter Schwanger werden. Im voranschreitenden Alter reifen bei Frauen mehr Eizellen pro Zyklus als in jüngeren Jahren, was wiederum zu einer überdurchschnittlichen Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsgeburt resultiert.

Wie ist die Geschlechterverteilung bei Zwillingen?

Die Wahrscheinlichkeit zwei Jungen zu bekommen liegt bei circa 31% und ist damit circa genauso hoch wie die Wahrscheinlichkeit zwei Mädchen zu bekommen. Etwas höher ist die Wahrscheinlichkeit Zwillinge mit unterschiedlichem Geschlecht zur Welt zu bringen – diese liegt nämlich bei circa 37%. Bei diesen Zahlen wird sich auf die statistische Auswertung des Jahres 2015 bezogen, welche im folgenden Kreisdiagramm visualisiert wird. Aber auch in den vorherigen Jahren waren rückblickend die Wahrscheinlichkeiten ähnlich.

 

zwilinge_geschlechterverteilung

Was erhöht die Wahrscheinlichkeit Zwillinge zu bekommen?

Wie weiter oben bereits erwähnt, spielt das Alter der Mutter eine große Rolle. Wenn ihr eure Wahrscheinlichkeit auf Zwillinge erhöhen wollt, dann solltet ihr also mit der Umsetzung eurer Familienplanung warten bis ihr in den Dreißigern seid. Lässt man sich zusätzlich künstlich befruchten, erhöhen sich die Chancen weiter. Aber auch die individuelle Körpergröße der Frau hat einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen. Es wird gesagt, dass für größere Frauen die Wahrscheinlichkeit auf eine Zwillingsgeburt um bis zu 30 Prozent ansteigt. Hierzu gibt es jedoch keine konkreten wissenschaftlichen Zahlen. Weiterhin ist auch der Stammbaum ein wichtiger Faktor, zumindest wenn es um zweieiige Zwillinge geht. Die Neigung für zweieiige Zwillinge wird nämlich mütterlicherseits vererbt. Es ist also Wahrscheinlicher, dass ihr auch Zwillinge bekommt, wenn es in eurer Familie mütterlicherseits bereits Zwillinge gibt. Eine Garantie gibt es aber natürlich nicht.

Fun Fact: Auch bei Tennisstar Roger Federer und seine Frau Mirka scheinen die Gene ganze Arbeit geleistet zu haben. Diese haben nämlich gleich zwei Mal Zwillinge bekommen. Erst ein Schwesterpaar und danach zwei Brüderchen. Weitere Infos hier.